Wie schon angekündigt, möchte ich euch heute ein paar konkrete Ideen zum Thema nachhaltigere Werbemittel präsentieren. Daher ist dieser Artikel vielleicht nicht für alle von euch interessant, aber ich freue mich, wenn ihr trotzdem weiterlest!

Es gibt nicht „die“ perfekte Werbeidee, aber zahlreiche Schräubchen, an denen man als Werbetreibender drehen kann. Ziel ist es, seine Botschaft so nachhaltig wie möglich an den Kunden zu bringen.

Eure persönliche Zielsetzung ist der Ausgangspunkt

Im vorigen Artikel hatte ich kurz das Thema Erwartungshaltung angesprochen. Löst euch von dem Gedanken, dass ihr etwas anbieten müsst.

Fangt vielmehr mit der Frage an, was ihr erreichen möchtet – eure Markenbotschaft auf eingängige oder gar humorvolle Art kommunizieren? Bestehenden Kunden etwas Gutes zu? Oder neue Kontakte generieren?

Löst euch von dem Gedanken, für ein Budget x so viel wie möglich an Streuartikeln kaufen zu müssen – die Qualität nimmt mit der Menge der Artikel ab, aber die „Entsorgungsrate“ über den Mülleimer steigt.

Gerade für kleinere Unternehmen oder Startups mit begrenztem Marketing-Budget ist dies eine Herausforderung, die ich zu gut aus der Zeit vor meiner Konzern-Karriere kenne. Gerne könnt Ihr mich bei Fragen ansprechen – es reicht manchmal, einfach ein paar Ideen durchzuspielen und laut nachzudenken.

Werbemittelangebot

Werbemittelanbieter gibt es reichlich – man kann sich auf umfangreichen Webseiten die Produkte nach Themenbereichen sortiert anschauen. Die meisten Anbieter haben ähnliche Produktgruppen im Angebot und jedes Jahr gibt es „Neuheiten“.

Aber aufgepasst: Diese Neuheiten werden nicht lange neu sein und meist findet man auf einer Messe gleich mehrere Werbetreibende mit Varianten des gleichen Werbemittels. Natürlich gibt es auch „Klassiker“, die immer wieder gerne genommen werden.

Hier kommt es tatsächlich auf eure Marke, euer Produkt und eure Intention an!

  • Wenn der Kunde eure Werbebotschaft allgegenwärtig im Büro sehen soll, kann eine Tasse durchaus eine gute Wahl sein.
  • Allerlei „nützliche“ Dinge können auch gut ankommen, aber Vorsicht bei der Qualität. Der Flaschenöffner, der bei der 2. Nutzung zerbricht geht nach hinten los!
  • Wenn ihr eine positive Erinnerung an eine Veranstaltung mit eurer Marke verbinden möchtet, dann könnte ein Photobooth oder eine gesponserte Aktivität eine gute Investition sein.
  • Bei Kundengeschenken, die Treue und Dankbarkeit ausdrücken sollen, empfiehlt es sich besonders, auf Qualität zu achten und einen Bezug zur Marke zu schaffen.

Ein paar Ansatzpunkte…

Patentrezepte gibt es nicht, aber die folgende Punkte könnten für euch nützlich sein.

  • Schreibgeräte: Wie wäre es mit einem Bleistift statt Kugelschreiber
  • Kleidung (z.B. T-Shirt): Ohne Kunstfaser-Anteil (Mikroplastik!), z.B. Biobaumwolle.
  • Papeterie (z.B. Notizblöcke): Aus Recyclingpapier statt aus Frischfasern
  • Trinkbecher, Flaschen oder Brotdosen: Aus Metall, Porzellan statt Plastik.
  • Gutscheine oder Rabattcodes: Statt Luftballons und Süßigkeiten am Glücksrad, könnte man Gutscheine für eine Kugel Eis beim örtlichen Eiscafé an Kinder ausgeben. Die freuen sich bestimmt – und die Eisdiele um die Ecke auch!
  • Ich hatte mal auf einer Konferenz (Zielgruppe Maschinenbau-Ingenieure… die lieben Lego!) kleine Lego-Sets gekauft (die für unter 5 EUR) und einfach Aufkleber mit der passenden Botschaft / QR Code etc aufgeklebt. Wer nicht selber bauen wollte, hatte ein tolles Mitbringsel für die Kinder. Kam sehr gut an!
  • Popcorn-Maschine oder Candy Bar zum selber Abfüllen in Papiertüten statt abgepackter Ware in Plastik
  • „Grüne“ Produkte: Mittlerweile gibt es spezialisierte Anbieter von nachhaltigen Werbemitteln (z.B. aus Plastikmüll aus dem Meer recycelt, aus nachwachsenden Bio-Rohstoffen, oder auch Samentütchen und ähnliches).

Habt Ihr noch Ideen? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Ich möchte mit der gleichen Aussage enden, die ich schon im vorhergegangenen Artikel geäußert hatte: Nachhaltiges Handeln ist ein Imagegewinn für jedes Unternehmen!

Titelbild: Kranich17 auf Pixabay