…das ist die Frage. Nein, genau das ist sie hier nicht!

Ich möchte in diesem Blog keine Grundsatzdiskussionen anstoßen. Natürlich bedeutet Massentierhaltung nicht nur unsagbares Leid für die Tiere, sondern ist auch ökologisch eine Katastrophe. Wenn du Vegetarier oder Veganer bist, dann finde ich dieses eine wunderbare Entscheidung und danke dir für deinen Einsatz.

Dennoch gibt es viele Leute, die aus verschiedenen Gründen auf ihren Fleischkonsum nicht verzichten möchten – und diesen möchte ich nicht mit dem Zeigefinger begegnen. Ich gehe davon aus, dass auch die meisten Fleischesser keinem Tier bewußt Leid zufügen oder die Umwelt schädigen wollen.

Im Gegenteil: Ich kenne viele Leute, die zwar tierische Produkte konsumieren, sich aber dennoch um einen nachhaltigen Lebensstil bemühen.

Bewußter konsumieren

In meiner Familie wird Fleisch gegessen, allerdings gilt bei uns „weniger ist mehr“ – weniger Fleisch (seltener und in kleineren Mengen), aber dafür hochwertig. Zudem plane ich meinen Einkauf beim Metzger so, dass keine Reste bleiben und nichts weggeworfen wird.

Fleisch kaufen in Meerbusch – Meine „Nachhaltigkeitsliste“

Die folgenden Tipps spiegeln meine bisherigen Erfahrungen wider und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr freue ich mich über eure eigenen Tipps und Kommentare und werde diese Liste gerne erweitern!

Bioqualität

Für mich ist es wichtig, dass das Fleisch nachhaltig produziert wurde und nicht aus Massentierhaltung stammt. Daher bevorzuge ich Biofleisch. Leider gibt es in unseren Biomärkten (mangels einer Frischetheke) Fleisch oft nur eingepackt – wobei wir beim Verpackungsproblem sind: Plastik möchte ich ganz klar vermeiden.

Kompromisse:

  • Bei alnatura auf der Düsseldorfer Straße könnt Ihr Fleisch in größeren Mengen bestellen. Statt in der durchschnittlichen 300g Einheit, bekommt man so z.B. 2kg in einer Tüte geliefert. Dieses Fleisch kann man dann daheim portionieren und einfrieren. Das minimiert die Verpackung.
  • Gelegentlich kaufe ich Portionspackungen am Tag des Ablaufdatums. Diese sind dann stark reduziert und würden am Ende des Tages entsorgt. Wenn also gerade etwas im Angebot ist, was für meine Familie passt, dann nehme ich diese Option gerne in Anspruch.

Der Metzger „um die Ecke“ (oder im Nachbarort)

Wenn ihr lieber beim Metzger einkaufen möchtet, hat dieses eine Menge Vorteile: Ihr kauft regional ein, bekommt fachkundige Beratung und ihr könnt nachfragen, wo das Fleisch herkommt. Nachteil: in vielen Fällen stammt das Fleisch aus konventioneller Produktion.

Ich persönlich kaufe sehr gerne bei der Metzgerei Kluth in Bovert, die das Fleisch vom Naturverbund Niederrhein bezieht. Zwar haben diese Höfe kein Biozertifikat, aber es wird auf nachhaltige Tierhaltung geachtet und man weiß immer genau, von welchem Betrieb die Tiere stammen.

Von Büderich nach Bovert ist es allerdings eine kleine Anfahrt, daher habe ich mich mit meiner Freundin Anja zusammmengetan und wir fahren gemeinsam 1x Woche zu Kluth (oder wir bringen uns gegenseitig etwas mit).

Ich kaufe für uns vier das ein, was wir am Wochenende benötigen, inklusive Aufschnitt für die Kinder. Dieser hält ggf ein paar Tage, und dann wird die Zeit zum nächsten Termin vegetarisch überbrückt. „Es wird gegessen, was da ist“ – man muss nicht immer einen halben Supermarkt im eigenen Kühlschrank vorhalten.

Verpackungsfrei

Bei den meisten niedergelassenen Metzgern kann man mittlerweile verpackungsfrei einkaufen. Man stellt seine Tupperdose auf ein Tablett auf der Theke, dann wird es hinter der Theke befüllt. Das funktioniert einwandfrei bei Kluth, aber auch die Fleischerei Oleszynski in Büderich bietet diesen Service.

Oleszynski achet auf vielfältige Weise auf Nachhaltigkeit: Zum Beispiel wird der angebotene Mittagstisch in Pfandbehältern verkauft und man arbeitet mit Too Good to Go, um das Wegwerfen von Lebensmitteln zu vermeiden. Ich finde es super, dass sich immer mehr Geschäfte Gedanken über Nachhaltigkeit machen – weiter so!

Im Supermarkt

Last but not least, möchte ich noch Edeka Nettersheim anführen. Auch dort kann man sich Fleisch und Aufschnitt in seine eigenen Behältnisse füllen lassen. Von einer Freundin in Düsseldorf habe ich gehört, dass der dortige Edeka allerdings Glasbehälter wegen der Bruchgefahr ablehnt. Wie dies hier gehandhabt wird, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht wißt ihr das?

Zum guter Letzt noch die Info von Anja, dass auch real und der SuperBioMarkt in Oberkassel das Mitbringen der eigenen Behältnisse für Käse und Fleischwaren erlauben. Wenn ihr noch Tipps für den Raum Meerbusch habt, schreibt sie einfach in die Kommentare!