Der Monat März ist der „Saubermonat“ in Meerbusch. Das hatte ich zum Anlaß genommen, eine kleine „Clean Up“ Aktion ins Leben zu rufen, welche am Samstag Nachmittag (14.03.) stattfand. Hier ein kleiner Bericht vom 1. „Clean Up um’s Eck“…

Rund um’s Eck

Natürlich beginnt man solch eine Aktion gerne in der Nachbarschaft, und da wir in der Nähe des Deutschen Ecks wohnen, war der Name der Veranstaltung schnell gefunden. Da ich fast täglich zu Fuß oder mit dem Rad in der Nachbarschaft unterwegs bin, sind mir die üblichen „Schmuddelecken“ nur zu gut bekannt!

Treffpunkt war der Eingang zum Spielplatz Nordstraße auf der Grünstraße. Dort haben wir die Aktion begonnen und uns dann rund um das Deutsche Eck durch die Straßen gearbeitet. Zwar hatten sich über meinen Aufruf auf Facebook einige Interessenten gemeldet, aber in Zeiten von Corona kann man es niemandem verübeln, der es sich anders überlegt hat.

Teamwork

Im Endeffekt waren wir nur zu fünft, aber dennoch haben wir – aufgeteilt in 2 Teams – einige Straßenzüge bearbeiten und 2 große blaue Müllsäcke füllen können. Toll fand ich, dass mit Bettina (vom Kindermodeladen KiLaBü auf der Dorfstraße) und ihrer Schwester Caroline auch zwei „Nachbarschaftsfremde“ Büdericher mitgemacht haben.

Wir haben uns gleich prima verstanden und so vergingen die 2 Stunden „Arbeit“ wie im Flug. Danach sind wir dann zu alnatura (Filiale Meerbusch) gegangen, wo schon eine kleine Überraschung auf uns wartete.

Das Filialteam hatte sich spontan bereiterklärt, die Aktion zu unterstützen und jedem Teilnehmer ein kleines Präsent zugesagt. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön dafür sowie das nette Gespräch im Laden!

Positives Feedback

Was uns sehr gefreut hat, war das positive Feedback der Passanten während der Aktion. Eine Dame drückte uns sogar ihre Visitenkarte in die Hand und bat um Anruf, wenn wir die nächste Aktion planen!

Und ja, wir werden (post-Corona) auf jeden Fall einen weiteren Clean Up durchführen und auch alnatura Meerbusch wird wieder an Bord sein.

Jetzt hoffen wir erstmal, dass unsere Stadt die nächsten Wochen gut übersteht und niemand ernsthaft erkrankt oder die Leute sich in den diversen lokalen Facebook-Gruppen zerfleischen…!!!

Vermeiden statt beseitigen

Ein Plastikbecher in der Hecke
Dieser Becher war schon völlig verbleicht und das Laub vom letzten Jahr darin stark verrottet. Anscheinend hat den Besitzer dieses „Objekt“ nicht beim Schneiden und Pflegen seiner Hecke gestört…

Am schönsten wäre es natürlich, wenn Clean Up Aktionen gar nicht nötig wären. Es ist schon erschreckend, was man am Straßenrand, in Hecken und auf dem Spielplatz so alles findet!

Besonders übel empfanden die Menge an Hundekot auf dem Spielplatz sowie die Unmengen von Zigarettenkippen an Ecken und Bordsteinen. Vor einem Mehrfamilienhaus fanden wir neben dem Fahrradständer vor dem Eingang sogar einen ganzen Haufen Müll, für den sich scheinbar keiner der Bewohner zu interessieren schien.

Auch die zahlreichen Hundekotbeutel in den Hecken sind ein Ärgernis, da das Plastik definitiv nicht so einfach verrotten wird. Ich hatte zu diesem Thema schonmal etwas geschrieben…

Hier die Top 5 der Drecks-Ecken:

  • Hecken, Büsche
  • Parkplätze bzw. Straßenränder mit parkenden Autos
  • Glas/Altpapiercontainer
  • Spielplätze
  • Stromkästen oder Mülltonnen —

Kurzum: Alle Orte, die zumindest etwas Sichtschutz bieten, so dass die Verursacher sich unbeobachtet fühlen. Vielleicht hilft es, wenn alle die Augen offen halten und ggf auch Leute ansprechen, die achtlos ihren Müll wegwerfen. Was meint ihr?