In Meerbusch wird der Monat März jedes Jahr zum Großreinemachen genutzt und die BUND Ortsgruppe Meerbusch hat am Samstag in Form einer Aufräumaktion am Rheinufer wieder tatkräftig mit angepackt. Auch ich habe mich in die Riege der Helfer eingereiht und dem wechselhaften Wetter die Stirn geboten.

So frustrierend der ganze Müll ist – zu sehen, dass es viele engagierte Mitstreiter in unserer Stadt gibt, ist auch sehr motivierend!

Hier nun ein kurzer Bericht, den Dr. Andrea Blaum, Leiterin unserer BUND Ortsgruppe, für euch verfasst hat.

Unter dem Motto „Frühjahrsputz in der Natur: Einfach mal Müll sammeln“ hatte die BUND Ortsgruppe Meerbusch zu einer Müllsammel-Aktion am Rheinufer in Höhe des Modellflugplatzes geladen. Neben den BUND Mitgliedern folgten viele Privatleute dem Aufruf, sodass sich am Ende ca. 20 Erwachsene und 10 Kinder im Rheinvorland auf die Suche nach Müll begaben. [Suchen brauchten wir allerdings nicht! Anm. d. Red.]

Neben Sonne und einem kräftigen Regenguss behinderten teilweise starke Böen die Sammelaktion – die Teilnehmer mussten aufpassen, dass die blauen Säcke sich nicht wie Windfahnen aufbliesen und sich verselbständigten. 

Jeder kam mit den unterschiedlichsten Funden zurück – dazu gehörten Autoreifen mit Felgen,  eine Auto-Sonnenblende und ein halber Spoiler. Ferner Kinder-Sandalen und Flip Flops, hunderte von Flaschen aller Couleur und Größe, Zigarettenkippen und Feuerzeuge, Farbeimer und Rohrisolierungen, leere und volle Hundekotbeutel (was für eine Sch…) und sogar ein halber, kaputter Dudelsack. Und immer wieder Plastik: Plastikdeckel, -flaschen, -banderolen, -eimer, und -blumentöpfe. 

Trauriger Rekord: Deutschland liegt mit einem Verbrauch von jährlich rund 14 Millionen Tonnen Plastik europaweit an der Spitze. Noch nicht einmal die Hälfte davon wird recycelt, das meiste der anderen Hälfte wird als Restmüll verbrannt oder landet eben in der Natur. 

Insofern waren die am Ende 26 gefüllten Säcke nur der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein. Aber vielleicht erfreuen sich ja alle an einem – zumindest etwas – saubereren Rheinufer… Es ist und bleibt unser großer 11 km langer Schatz in Meerbusch, den es zu hegen und pflegen gilt…

Dr. Andrea Blaum, Büderich

An Andrea’s letzten Satz möchte ich anknüpfen: Unser schönes Meerbusch soll uns auch langfristig Lebensqualität bieten und das geht nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen.

Wie kann ich dazu beitragen?

Jeder von uns hat es täglich mit kleinen Alltagsentscheidungen in der Hand. Ob man beim Einkaufen unnötige Verpackungen vermeidet, bewußter konsumiert, bei seiner Hunderunde einen zusätzlichen Beutel für Müll mitnimmt oder an sich einer lokalen Organisation anschließt – es gibt viele Möglichkeiten zu helfen.

Selbst eine ‚passive‘ Mitgliedschaft im BUND kann die Arbeit von Andrea und Team hier vor Ort unterstützen. Wenn ihr euch dazu informieren möchtet, nehmt gerne Kontakt mit ihr auf!

PS: Auch der NABU Meerbusch bietet diesen Monat noch einen Cleanup an…

Plastik am Ufer - leider keine Seltenheit
Plastik am Ufer – leider keine Seltenheit